| Die Seite wird ausgebaut. Wenn Sie ein schönes Pilgergebet kennen, schicken Sie es doch bitte (möglichst mit Quellenangabe) per e-mail an Gästepfarrer Gussmann. Sollten hier Urheberrechte berührt werden bitte ich ebenfalls um eine kurze Nachricht.
Wichtige Texte aus der Heiligen Schrift zum Thema "Pilgern"
Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte; 1.Mose 12,1-4a: Gottes Segen für Abraham Hebr 11,8-16: Abraham als Pilger 5. Mose 31,8; Gott verlässt dich nicht Psalm 121: Ein Psalm für den Weg zum Tempel Phil 3,12-14: Das Ziel des irdischen Wegs Jona: Die Flucht eines Propheten Luk 9,51-55 Ungastliches auf dem Weg Luk 9,57-62: Jesu Worte für die Nachfolge Luk 10,1-12: Die Aussendung der Jünger
weitere Texte finden Sie auf sieben Kärtchen in den Jakobus-Kirchen zwischen Nürnberg und Rothenburg
Ein Reisegebet zum Beginn einer Reise
Gnädiger und barmherziger Gott, ich habe mir vorgenommen, auf einige Zeit mich von den Meinigen und von meinem Hause zu entfernen. Darum komme ich zu dir und bitte dich, segne meinen Aus- und Eingang: in deinem Namen will ich die Reise antreten, unter deinem Geleite will ich dieselbe verrichten und unter deinem Schutze wollest du mich wieder nach Hause bringen... Du Hüter Israels, der Du weder schläfst noch schlummerst, sei bei Tag und Nacht wie eine feurige Mauer um mich her, damit sich kein Unglück und Verderben zu mir nahe. Begleite mich früh und spät, in Wäldern und Feldern mit deiner heiligen Engeln Macht, wie du die Kinder Israels mit einer Wolkensäule durch die Wüste geleitete hast. Begleite mich wenn ich reise, bleibe bei mir wenn ich ruhe, wache für mich wenn ich schlafe... Herr Jesus Christus, der du unter der Gestalt eines Wanderers mir den Jüngern gereist bist, sei auch bei mir auf meiner Reise und erfülle mein Herz mit guten Gedanken... (aus einem elsässischen Gebetbuch, 19. Jh (Quelle: Deutsches Pfarrerblatt 7/2000)
Gebet zum Aufbruch:
O Gott,
du hast Abraham aus seinem Land herausgeführt
und ihn auf allen seinen Wegen behütet.
Gewähre auch uns diesen Schutz.
Stärke uns in Gefahr,
behüte unseren Schritt.
Sei uns ein kühler Schatten in der Hitze des Tages,
schützender Mantel gegen die Kälte.
Trag uns in Ermüdung,
verteidige uns in jeder Not
und sei uns ein fester Stab gegen den Sturz.
Lass uns unter deiner Führung sicher unser Ziel erreichen.
Lass uns unsere Heimat finden, lass uns ankommen bei dir.
Amen.
(nach einem alten Pilgergebet, in: M. Niggemeyer, Schritte werden Weg, Schweinfurt 22000, Seite 38)
Verweilen
Lass mich langsamer gehen, Herr, entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele. Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf die weite Zeit der Ewigkeit. Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen Berge. Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung lebendig sind. Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen, die mich erneuert. Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks. Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen, ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln, einen Hund zu streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen. Lass mich langsamer gehen, Herr, und gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken, damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung. Amen. (aus Südafrika, unbekannter Verfasser)
Pilgersegen:
Im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Mögest Du an dein Ziel gelangen und nachdem du deinen Weg vollendet hast, körperlich und geistig gesund zurückkehren. (Pilgersegen Abtei Sain-Cugot, Vallés, Frankreich)
Gebet auf dem Weg
Ungewohnt leise
Der Horizont ist bedeckt.
Dichte Wolken versperren die Sicht.
Und dort, wo wir uns sonst treffen,
wart ich, aber ich seh’ dich nicht.
Seitdem ich denk’, denk’ ich an dich.
Stell’ Fragen, wo du zu finden bist.
Mir wurde viel erzählt.
Ich frag’ mich, was davon wohl richtig ist.
Denn wer hat dich schon mal gesehn,
wer konnte fassen, wer du bist?
Wo ist dein Licht,
wo soll ich gehen,
woher weiß ich, dass Du bei mir bist, immer bei mir bist?
Ungewohnt leise gehst du mit,
auf deine Weise bist du da-
Auf meiner Reise hältst du Schritt,
ungewohnt leise bist du nah.
Ich such den unbekannten Ort,
bin ein Pilger auf dem Weg – und du mein Licht.
Ich mach mir einen Reim, du weißt, manches reimt sich nicht.
Mach meinen Weg zu deinem,
du schließt den Kreis, Vollkommenheit.
Lots’ mich durch den Sturm zu dir in deine Ewigkeit.
Amen.
(Text: Diakon Andi Weiss)
Gottes Segen auf dem Weg
Möge Gott dem Weg, den Du gehst, Glück verleihen, das wünsche ich Dir für Deine Reise. Mögest Du die leuchtenden Fußstapfen des Glücks finden und ihnen folgen auf Deinem ganzen Weg. Gebet um Segen auf dem Weg:
Du, Gott, Wie du am Anfang warst, als meine Wege begannen, so sei du bei mir während meines Weges und am Ende eines Weges.
Weil du bei mir warst, als sich meine Seele formte sei du Gott auch für meinen Weg das Ziel
Sei bei mir zu aller Zeit ob ich liege oder stehe sei bei mir Tag und Nacht und auf dem Weg, im Leben und auf dem Wanderweg sei bei denen die mir lieb sind Amen.
Bitte am Anfang des Weges Oh Gott, Du hast Deinen Diener Abraham aus der Stadt Ur der Chaldäer herausgeführt; du hast ihn auf allen seinen Pilgerwegen beschützt, Du warst der Führer des hebräischen Volkes durch die Wüste;
Wir bitten Dich, Du mögest uns, Deine Diener, die aus Liebe zu Dir nach Santiago de Compostela pilgern, beschützen. Sei uns Begleiter auf allen Wegen, Wegweiser auf Scheidewegen, Kraft in der Müdigkeit, Schutz in den Gefahren, Herberge auf dem Weg, Schatten in der Hitze, Licht in der Finsternis, Trost in der Mutlosigkeit, und Stärke in unseren Vorsätzen, damit wir unter deiner Führung gesund und wohlbehalten zum Ziel des Weges gelangen und bereichert mit deiner Gnade glücklich in unsere Heimat zurückkehren mit Freude. Durch Christus unseren Herrn. Amen.
Am Ziel
Gott, wir danken dir, dass du uns sicher begleitet hast auf dem Weg zum Ziel unseres Pilgerweges. Wir sagen dir Dank dafür, dass du der Weg und das Ziel unseres Lebens bist. Von dir sind wir. Durch dich leben wir. Zu dir hin wachsen wir. Wir sagen dir Dank, dass wir zu dir gehören im Leben und im Sterben, jetzt und immerdar. Gott, segne uns und behüte uns, gib uns deinen Frieden. Amen. (Sinfonia oecumenica, 352)
Gott behüte dich
Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
Wind dir den Rücken stärken, Sonnenschein
Deinem Gesicht viel Glanz und Wärme geben.
Der Regen möge deine Felder tränken, und
Dass wir beide , du und ich, uns wieder sehen,
halte Gott dich schützend in seiner Hand.
Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen,
dich schützend in seiner hohlen Hand halten.
Deine Wege mögen dich aufwärts führen,
freundliches Wetter begleite dich Schritt für Schritt.
Wind stärke deinen Rücken – und mögest du
Längst im Himmel sein, wenn der Teufel bemerkt,
dass du fort bist.
(irischer Reisesegen)
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Lass mich langsamer gehen, Herr.
Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens
Durch das Stillewerden meiner Seele.
Lass meine hastigen Schritte stetiger werden
Mit dem Blick auf die weite Zeit der Ewigkeit.
Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages
Die Ruhe der ewigen Berge.
Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln
Durch die sanfte Musik der singenden Wasser,
die in meiner Erinnerung lebendig sind.
Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen,
die mich erneuert.
Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.
Lass mich langsamer gehen,
um die Blume zu sehen,
ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln,
einen Hund zu streicheln
ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.
Lass mich langsamer gehen, Herr,
und gib mir den Wunsch,
meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zusenken,
damit ich emporwachse
zu meiner wahren Bestimmung.
(Gebet aus Süd Afrika)
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